Täglich produziert prinux professionelle Visitenkarten für mehrere hundert Unternehmen – und aus dieser Fülle an Aufträgen lassen sich bei näherem Hinsehen klare Trends ablesen. Einige davon sind reine Modeerscheinungen, andere bieten praktische Vorteile.

 

Beidseitiger Druck

Immer öfter wird auch die Rückseite von Visitenkarten genutzt, und zwar für ganz verschiedene Zwecke: Voll im Trend liegen zum Beispiel Rückseiten mit vollflächigem Farbdruck, darauf steht dann in dezentem Weiß oder in einer Kontrastfarbe das Firmenlogo oder die Webadresse. Auch groß abgebildete Logos samt Claim auf weißem Hintergrund sind beliebte Sujets für die 2. Seite. In beiden Fällen wird das Branding des Unternehmens plakativ transportiert, aber wenig zusätzliche Information vermittelt. Anders bei zweisprachigen Karten: Hier stehen die Kontaktdaten zum Beispiel vorne auf Deutsch, hinten auf Englisch. Eine weitere beliebte Option, vor allem bei Verkäufern oder Freiberuflern: die Privatadresse auf der Rückseite. Sie sagt dem Empfänger der Karte: „Wenn es wirklich dringend ist, bin ich immer für Dich da!“, grenzt aber trotzdem die Geschäfts- und die Privatdaten sehr klar voneinander ab. Schließlich kann die Rückseite auch als kleine Werbefläche dienen, auf der die wichtigsten USPs des Unternehmens stichwortartig aufgezählt werden.

Integrierte QR-Codes

QR-Codes sind ideale Links zwischen gedruckten Karten und der digitalen Welt: Einmal kurz den Code mit dem Smartphone gescannt – und schon sind alle Infos in der mobilen Kontaktdatenbank gespeichert. Vorausgesetzt natürlich, dass der Code auch eine korrekt formatierte VCard enthält. prinux-Vorlagen können so angelegt werden, dass dieser Code automatisch generiert wird. Weniger sinnvoll ist es, nur eine kurze Webadresse in den QR-Code zu verpacken. Da geht das Eintippen meist schneller als das Scannen.

Hohe Grammaturen

Ein handfester Trend im wahrsten Sinn des Wortes ist jener zu dicken Kartonsorten – oder hohen Grammaturen, wie der Fachmann sagt. Klassische Visitenkartons wiegen ca. 250g/m2 und werden auch noch gerne eingesetzt. Aber die Tendenz geht in Richtung 300 g/m2 und mehr. Im Extremfall werden schon bierdeckelartige Kartons mit 600 g/m2 und mehr eingesetzt, vor allem im derzeit stark gehypten Letterpress-Verfahren (das moderne Wort für den guten alten Buchdruck). Hier sind die extrem dicken Sorten nötig, um den Tiefpräge-Effekt, der bei diesem Prozess entstehen kann, am besten zur Geltung zu bringen. Letterpress-Visitenkarten sind allerdings recht teuer, erfordern viele manuelle Schritte, haben daher eher lange Produktionszeiten und bieten nur eingeschränkte Design-Möglichkeiten. Die Renner bei prinux sind daher Papiere wie z. B. das matt-satinierte Splendorgel mit 300g/m2 oder 340g/m2 von Fedrigoni oder das hochweiße, matt-gestrichene Heaven 42 mit 400g/m2 von Scheufelen. Diese Sorten vermitteln einen äußerst hochwertigen Eindruck, lassen sich aber mit den üblichen Methoden perfekt bedrucken. So bleiben auch Lieferzeiten und Kosten im Rahmen. Wer es besonders stabil liebt, kann zusätzlich eine matte oder glänzende Cellophanierung bestellen.

Edle Papiere

Apropos Papiere: Hier sehen wir bei prinux nicht nur einen Trend zu höheren Grammaturen, sondern generell eine steigende Nachfrage nach besonders edlen Sorten, die gut aussehen und sich vor allem gut anfühlen. Dazu gehören z. B. strukturierte Kartone wie Corolla Pentagramm mit 300 g/m2 (von Fedrigoni, ähnlich dem bekannteren Conqueror, aber für den digitalen Offsetdruck optimiert) oder Tintoretto mit 250g/m2, das an ein Aquarellpapier erinnert und ebenfalls vom italienischen Feinpapierhersteller Fedrigoni stammt. Feinpapiere kosten natürlich etwas mehr als ein 08/15-Karton, doch bei Visitenkarten fallen die Materialkosten nicht so sehr ins Gewicht. Es lohnt sich also, etwas Zeit in die Papierauswahl zu investieren und einige Muster anzusehen bzw. anzugreifen. prinux bietet dafür übrigens einen kostenlosen Musterservice an.

Besondere Farben

Stark im Kommen sind auch Farben, die mit dem Standard-Vierfarbdruck (CMYK) nicht mehr darstellbar sind: Intensives Blau, leuchtendes Orange oder Metallic-Töne zum Beispiel. Diese Sonderfarben sind im Zuge der Industrialisierung der Druckereibetriebe unbeliebt geworden. Denn im aufkommenden Digitaldruck waren sie zunächst gar nicht darstellbar, im Offsetdruck nur mit manuellem Aufwand, der sich für kleine Auflagen niemals lohnte. So musste etwa eine Druckerei eine riesige Offsetmaschine putzen, mit der Sonderfarbe befüllen und dann wieder putzen, nur um ein paar Visitenkarten oder Briefbögen zu drucken – bei Maschinenstundensätzen von mehreren 100 Euro ein fast unbezahlbares Unterfangen. In jüngster Zeit aber sind Sonderfarben wieder mit vertretbarem Aufwand zu realisieren: Einerseits können heute auch moderne Digitalmaschinen einige davon problemlos drucken, andererseits sorgen Online-Druckereien für die kritische Masse, bei der sich das Umfärben lohnt: Es werden also Aufträge mit bestimmten Spezialfarben gesammelt, um sie dann gemeinsam herzustellen. Die Umfärbekosten verteilen sich so auf mehrere Kunden. Auffallen mit Sonderfarben ist also kein extremer Luxus mehr.

Starkes Finish

Auffallen ist auch das Ziel beim sechsten Visitenkarten-Trend: Veredelungen nach dem Druck. Für das perfekte Finish sorgen z. B. die Cellophanierung (hauchdünne, matte oder glänzende Folie auf einer oder beiden Seiten), sowie Prägen, Stanzen oder verschiedene Lackierungen. Lacke können nicht nur vollflächig, sondern auch partiell, also nur auf bestimmten Stellen aufgetragen werden und damit z. B. ein Logo besonders hervorheben. Die Möglichkeiten, mit einer oder sogar mehreren Veredelungsarten eine ganz besondere Visitenkarte zu produzieren, sind fast unbegrenzt. Grenzen setzen nur die Kosten: Eine Einzelproduktion mit echter Prägung ist zum Beispiel auch heute noch sehr teuer, weil ein Werkzeug aus Metall gefertigt werden muss und das Einrichten der Prägemaschine Zeit braucht. Hier sind oft Vordrucke für Visitenkarten die Lösung, in die dann nur noch die variablen Daten eingedruckt werden. Bei wiederkehrendem Bedarf mit jeweils gleicher Prägung sieht die Sache dann schon interessanter aus – je höher die Gesamtstückzahlen, desto weniger fallen Einricht- und Werkzeugkosten ins Gewicht.

… und das schleichende Aus fürs Fax

Ja, und zum Schluss eine Beobachtung, die nicht wirklich überraschend ist: Faxnummern auf Visitenkarten verschwinden langsam, aber sicher. In Zeiten, in denen fast jeder scannen und mailen kann, werden Faxe, wenn überhaupt, nur noch aus rechtlichen Gründen über die Telefonleitungen geschickt. Da es nur vernünftig, wenn der knappe Platz auf Visitenkarten für Wichtigeres genutzt wird – oder einfach für mehr eleganten Weißraum.

 

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