Auch wenn Visitenkarten sicher nicht die größte Posten in Ihrer Umweltbilanz sein werden: Durch die bewusste Papierauswahl können Sie die Belastung des Planeten wenigstens ein klitzekleines Stück vermindern.  Hier sind die wichtigsten Optionen.

 

Fast schon selbstverständlich: Chlorfrei gebleichtes Papier

So gut wie alle Papiere aus europäischer Produktion werden heute bereits ohne den Einsatz von elementarem Chlor hergestellt, erkennbar durch das Kürzel ECF. Die größte Umweltbelastung – die Freisetzung von Dioxinen – wird damit vermieden. Für total chlorfrei gebleichte Papiere (TCF) wird nicht nur auf den Einsatz von elementarem Chlor, sondern auch auf alle Chlorverbindungen verzichtet. Grundsätzlich wäre TCF also die umweltfreundlichere Wahl, doch erzielen moderne ECF-Fabriken heute – jedenfalls nach Aussagen der Papierindustrie – bereits eine ähnlich gute Umweltbilanz wie TCF.

Besonders ressourcenschonend: Recyclingpapier

Die ressourcenschonendste Option ist natürlich ein Karton aus 100 % Altpapier. Davon gibt es einige auf dem Markt, allerdings dürfen Sie hier naturgemäß keine extrem weißen Papiere erwarten. Ein guter Kompromiss sind Papiere, die nur zu einem Teil aus Altpapier bestehen.

Nachhaltig: Papier aus zertifizierten Rohstoffen

Bei Papier aus Frischfasern (also aus nicht recycliertem Material) sollten Sie darauf achten, dass das dafür verwendete Holz aus kontrollierten Quellen stammt. Das am weitesten verbreitete Kennzeichen dafür ist das FSC-Label. FSC steht für “Forest Stewardship Council” und ist eine Organisation, die sich für umweltgerechte, sozial förderliche und wirtschaftlich tragfähige Waldwirtschaft einsetzt. Mehr Info dazu lesen Sie z. B. auf der Website von FSC Deutschland

Nicht ideal fürs Recycling: Cellophanierung

Nicht besonders umweltfreundlich sind cellophanierte (= folienkaschierte) Visitenkarten. Für sie wird zusätzlich zum Papier auch eine Folie verwendet, die die Karte schützt und ihr eine besondere Oberfläche verleiht – zum Beispiel matt kratzfest oder hochglänzend. (Mehr dazu in unserem Beitrag Elegant und robust: Folienkaschierte Visitenkarten). Die Folie selbst ist zwar hauchdünn und verschlechtert somit die Umweltbilanz nur minimal. Probleme gibt es jedoch beim Recycling: Vor allem beidseitig cellophanierte Karten lösen sich bei der Altpapierverwertung kaum auf – sie werden also meistens als Ganzes aus dem Papierbrei herausgesiebt und landen schließlich im Restmüll. Ökologisch günstigere Veredelungsmethoden sind z. B. wasserbasierter Dispersionslack oder eine partielle 3D-Lackierung.

Extrabonus: Klimaneutrale Produktion

Ob Recycling oder nicht, FSC-zertifiziert oder nicht – Papier verursacht den mit Abstand größten Anteil des CO2-Fußabdrucks der Visitenkartenproduktion. Daran führt nach heutigem Stand der Technik auch kein Weg vorbei.
Daher gibt es einen großen Extrabonus für Ihre Umweltbilanz, wenn Sie Ihre Karten CO2-neutral produzieren lassen. Dabei wird zwar nicht verhindert, dass CO2 in die Atmosphäre gelangt. Aber die Druckerei verpflichtet sich, über die Finanzierung von CO2-vermeidenden Maßnahmen – die auch am anderen Ende der Welt gesetzt werden können – den Effekt zu neutralisieren. Dabei werden übrigens nicht Rohstoffe wie Papier und Farbe, sondern auch alle anderen CO2-Verursacher berücksichtigt – z. B. die Heizung des Betriebs, die Anfahrtswege und Geschäftsreisen der Mitarbeiter und vieles mehr. Die Aufpreise sind – gerade für Visitenkarten – minimal. Manche Visitenkartenanbieter – z. B. prinux – kompensieren von sich aus bereits die gesamte Produktion und tragen die entsprechenden Kosten selbst.

 

prinux kompensiert den CO2-Abdruck der gesamten Visitenkartenproduktion, indem gemeinsam mit Climate Partner Klimaschutzprojekte finanziert werden.